Google Ads für Onlineshops – Mehr Umsatz mit Shopping & Search

Lucian Gruber
Lucian Gruber
· 11 Min. Lesezeit

Du betreibst einen Onlineshop und willst mehr Umsatz? Google Ads ist dein Hebel. Kein anderer Kanal erreicht Käufer mit so hoher Kaufabsicht – jemand, der «Laufschuhe kaufen» googelt, will kaufen, nicht scrollen. Hier zeige ich dir, welche Google Ads Strategien für Schweizer Onlineshops funktionieren.

Warum Google Ads für E-Commerce unverzichtbar ist

Online-Shopping beginnt bei Google. Laut Google starten 49 % aller Produktsuchen auf Google (nicht auf Amazon oder direkt im Shop). Wer dort nicht sichtbar ist, verliert die Hälfte seiner potenziellen Kunden.

  • Hohe Kaufabsicht: Wer «weisse Sneaker Herren kaufen» sucht, hat die Kreditkarte praktisch schon in der Hand.
  • Visuelles Format: Google Shopping zeigt Produktbild, Preis und Shopname – der Nutzer entscheidet mit einem Blick.
  • Exakte Messbarkeit: Du siehst für jedes Produkt, jedes Keyword und jede Anzeige den genauen Umsatz und ROAS.

Die 3 wichtigsten Kampagnentypen für Onlineshops

1. Google Shopping (Product Listing Ads)

Shopping-Anzeigen zeigen dein Produktbild, den Preis und deinen Shopnamen ganz oben in den Suchergebnissen. Für Onlineshops ist das der effektivste Kampagnentyp.

Voraussetzung: Ein Google Merchant Center Konto mit einem aktuellen Produktfeed (Titel, Preis, Bild, Verfügbarkeit, GTIN/EAN).

Tipps für bessere Shopping-Performance:

  • Produkttitel optimieren: «Nike Air Max 90 Herren Weiss Grösse 43» statt nur «Nike Air Max». Google matcht den Titel mit der Suchanfrage.
  • Hochwertige Bilder: Weisser Hintergrund, Produkt im Fokus, mindestens 800×800 Pixel.
  • Preise aktuell halten: Abweichungen zwischen Feed und Website führen zu Ablehnungen.
  • Negative Keywords: Ja, auch Shopping braucht negative Keywords. Schliesse «gratis», «gebraucht», «Reparatur» etc. aus.

2. Suchkampagnen (Search Ads)

Text-Anzeigen für Kategorien, Marken und generische Suchbegriffe. Ideal als Ergänzung zu Shopping:

  • Marken-Keywords: «[dein Shopname]» – günstige Klicks, hohe Conversion-Rate, schützt vor Konkurrenten.
  • Kategorie-Keywords: «Laufschuhe Damen online kaufen» – mittlere Kaufabsicht, gutes Volumen.
  • Aktions-Keywords: «[Marke] Sale», «[Produkt] günstig» – Schnäppchenjäger mit Kaufabsicht.

3. Performance Max

Googles KI-getriebener Kampagnentyp, der Anzeigen über alle Kanäle ausspielt (Shopping, Search, Display, YouTube, Gmail, Maps). Für Onlineshops mit genügend Conversion-Daten (30+ pro Monat) oft der effizienteste Ansatz.

Mehr dazu in meinem Performance Max Leitfaden.

ROAS: Die wichtigste Kennzahl für Onlineshops

ROAS = Return on Ad Spend = Umsatz ÷ Werbekosten

Beispiel: CHF 1'000 Werbeausgaben generieren CHF 5'000 Umsatz → ROAS = 5.0 (oder 500 %).

Was ist ein guter ROAS?

  • ROAS 3–4: Akzeptabel für die meisten Shops. Du verdienst nach Abzug der Werbekosten noch Geld.
  • ROAS 5–8: Gut. Deine Kampagnen sind profitabel und skalierbar.
  • ROAS 8+: Sehr gut. Prüfe, ob du mehr Budget investieren kannst, um mehr Umsatz zu generieren.
  • ROAS unter 3: Warnsignal. Prüfe Marge, Conversion-Rate und Kampagnenstruktur.

Wichtig: Der Ziel-ROAS hängt von deiner Marge ab. Ein Shop mit 60 % Marge braucht einen ROAS von mindestens 1.7 zum Break-Even. Ein Shop mit 30 % Marge braucht mindestens 3.3.

Produktfeed-Optimierung: Der unterschätzte Hebel

Dein Produktfeed ist die Grundlage für Shopping und Performance Max. Ein schlechter Feed = schlechte Ergebnisse, egal wie gut deine Kampagne ist.

  • Titel: Marke + Produktname + wichtigstes Attribut (Farbe, Grösse, Material). Max. 150 Zeichen nutzen.
  • Beschreibung: Keywords natürlich einbauen. Die ersten 160 Zeichen zählen am meisten.
  • Produktkategorie: Die spezifischste Google-Kategorie wählen, nicht die allgemeinste.
  • GTIN/EAN: Immer angeben, wenn vorhanden. Google bevorzugt Produkte mit GTIN.
  • Verfügbarkeit: Sofort aktualisieren, wenn Produkte ausverkauft sind. Anzeigen für nicht-lieferbare Produkte verbrennen Budget und verärgern Kunden.

Budget-Empfehlung für Onlineshops

  • Kleiner Shop (unter 100 Produkte): CHF 1'500 – 3'000/Monat
  • Mittlerer Shop (100–1'000 Produkte): CHF 3'000 – 8'000/Monat
  • Grosser Shop (1'000+ Produkte): CHF 8'000+/Monat

Faustregel: Starte mit 5–10 % deines monatlichen Online-Umsatzes als Google Ads Budget. Skaliere schrittweise, sobald du einen profitablen ROAS erreichst.

Die 5 häufigsten Fehler bei Onlineshop-Kampagnen

  1. Alle Produkte gleich behandeln: Deine Bestseller verdienen mehr Budget als Ladenhüter. Segmentiere nach Performance.
  2. Feed nicht optimiert: Generische Titel, fehlende GTINs, veraltete Preise. Google straft das ab.
  3. Kein Remarketing: 98 % kaufen nicht beim ersten Besuch. Remarketing holt sie zurück.
  4. Keine Saisonalität beachtet: Black Friday, Weihnachten, Sommer-Sale – Budget und Gebote müssen mit der Nachfrage skalieren.
  5. Nur auf ROAS schauen: Ein ROAS von 10 klingt toll – aber wenn du nur CHF 500 Umsatz generierst, bringt dir das nicht viel. Achte auf ROAS und absoluten Umsatz.

Fazit: Google Ads ist der Umsatzmotor für Onlineshops

Für Onlineshops in der Schweiz führt kein Weg an Google Ads vorbei. Shopping-Anzeigen bringen Käufer direkt zu deinen Produkten, Suchkampagnen fangen Kategorie-Suchen ab, und Remarketing holt Warenkorbabbrecher zurück. Der Schlüssel liegt im optimierten Produktfeed, der richtigen Kampagnenstruktur und einem klaren Fokus auf ROAS.

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