Google Ads Keywords finden – So recherchierst du die richtigen Suchbegriffe

Lucian Gruber
Lucian Gruber
· 8 Min. Lesezeit

Die besten Anzeigentexte und das höchste Budget bringen dir nichts, wenn du auf die falschen Keywords bietest. Die Keyword-Recherche ist das Fundament jeder erfolgreichen Google Ads Kampagne – und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. In diesem Leitfaden zeige ich dir als Google Ads Spezialist, wie du Keywords findest, die wirklich Kunden bringen.

Warum die Keyword-Recherche entscheidend ist

Bei Google Ads zahlst du für jeden Klick. Wenn die Person hinter dem Klick aber gar nicht zu deinem Angebot passt, hast du Geld verbrannt – ohne ein einziges Resultat. Die Keyword-Recherche entscheidet darüber:

  • Ob du qualifizierte Interessenten erreichst oder zufällige Surfer
  • Wie viel du pro Klick zahlst
  • Wie hoch dein Qualitätsfaktor ausfällt
  • Wie viele Conversions am Ende übrig bleiben

Faustregel: 80 % deines Erfolgs entscheiden sich, bevor die Kampagne überhaupt live geht.

Die 3 Arten von Keywords

Bevor du recherchierst, musst du verstehen, dass nicht jedes Keyword gleich wertvoll ist. Ich teile sie in drei Kategorien ein:

1. Transaktionale Keywords (höchstes Potenzial)

Diese Suchbegriffe zeigen klare Kaufabsicht. Beispiele:

  • google ads agentur bern
  • sanitär notdienst zürich
  • steuerberater kmu bern

Hier solltest du bieten – aber meist ist hier auch die Konkurrenz am stärksten.

2. Kommerzielle Keywords (mittleres Potenzial)

Die Person vergleicht und informiert sich, ist aber noch nicht kaufbereit:

  • beste google ads agentur
  • google ads vs facebook ads
  • google ads kosten

Hier kannst du mit gutem Content (Blog, Guides) abholen und mit Remarketing zurückholen.

3. Informationelle Keywords (niedrigstes Potenzial)

Reine Recherche, keine Kaufabsicht:

  • was ist google ads
  • wie funktioniert sea

Diese Keywords sind selten profitabel für bezahlte Anzeigen – aber sehr gut für organische SEO.

Die 5 Schritte zur perfekten Keyword-Liste

Schritt 1: Brainstorming aus der Kundensicht

Vergiss kurz die Tools. Frag dich: Wie würden meine Kunden nach mir suchen? Schreibe 20 bis 30 Begriffe auf, die dein Angebot beschreiben. Lass dabei den Fachjargon weg – Kunden suchen nicht nach Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, sondern nach Weisheitszahn ziehen Bern.

Tipp: Frag deine bestehenden Kunden, wie sie dich gefunden haben oder wie sie dein Angebot beschreiben würden. Das gibt dir die ehrlichsten Keywords.

Schritt 2: Mit dem Google Keyword-Planer anreichern

Der Keyword-Planer ist kostenlos und direkt in Google Ads integriert. Du gibst deine Brainstorming-Begriffe ein und Google zeigt dir:

  • Vorgeschlagene verwandte Keywords
  • Suchvolumen pro Monat
  • Wettbewerbsstärke
  • Geschätzte Klickpreise

Wichtig: Stelle das Land auf Schweiz und die Sprache auf Deutsch, sonst bekommst du irrelevante Daten.

Schritt 3: Konkurrenzanalyse

Tippe deine wichtigsten Suchbegriffe einfach mal in Google ein. Welche Mitbewerber sehen die Anzeigen oben? Welche Anzeigentexte verwenden sie? Das zeigt dir:

  • Welche Keywords sich wirtschaftlich lohnen (sonst würden Konkurrenten nicht bieten)
  • Welche Argumente und Angebote die Konkurrenz nutzt
  • Wo du dich differenzieren kannst

Tools wie SEMrush, Sistrix oder SE Ranking zeigen dir sogar, auf welche Keywords einzelne Konkurrenten bieten.

Schritt 4: Long-Tail-Keywords nicht vergessen

Long-Tail-Keywords sind länger, spezifischer und meist günstiger. Statt Steuerberater lieber Steuerberater für Selbstständige in Bern. Vorteile:

  • Geringerer Wettbewerb → niedrigerer CPC
  • Höhere Klickrate (genauere Übereinstimmung mit der Suchintention)
  • Höhere Conversion-Rate (klarerer Bedarf)

Long-Tails findest du über die Auto-Vervollständigung von Google, das Feld Verwandte Suchanfragen am Seitenende oder über Tools wie AnswerThePublic.

Schritt 5: Negative Keywords vorbereiten

Genauso wichtig wie die Keywords, auf die du bietest, sind die, auf die du nicht bieten willst. Für jeden Begriff im Brainstorming solltest du fragen: Gibt es ähnliche Suchen, die NICHT zu meinen Kunden passen?

Beispiel: Ein Anwalt für Wirtschaftsrecht will nicht erscheinen, wenn jemand nach kostenloser Rechtsberatung sucht. Mehr dazu in meinem Beitrag zu Negative Keywords.

Die besten Tools für die Keyword-Recherche

Kostenlos

  • Google Keyword-Planer – direkt in Google Ads, das Standardtool
  • Google Trends – um saisonale Schwankungen zu erkennen
  • Google Suggest – die Auto-Vervollständigung in der Suche
  • AnswerThePublic – Fragen rund um ein Thema

Bezahlt (für Profis)

  • SEMrush – Konkurrenzanalyse, Suchvolumen, CPC
  • Ahrefs – sehr genaue Suchvolumen-Daten
  • Sistrix – stark im DACH-Raum

Die 3 grössten Fehler bei der Keyword-Recherche

Fehler 1: Zu breit denken

Versicherung als Keyword bringt dir Tausende Klicks – aber wer nach Versicherung sucht, weiss meist noch nicht einmal, welche. Lieber spezifisch: Krankentaggeldversicherung KMU.

Fehler 2: Keine Match-Types verwenden

Google bietet drei Match-Types: Broad, Phrase und Exact. Wer nur Broad Match nutzt, zahlt für jede vage Suchanfrage. Phrase und Exact geben dir die Kontrolle.

Fehler 3: Keyword-Liste nie wieder anfassen

Eine Keyword-Liste ist kein Setup-and-forget. Du musst sie laufend prüfen: Welche Suchanfragen kommen tatsächlich rein (Suchanfragenbericht)? Welche performen, welche nicht? Welche neuen Begriffe sind dazugekommen?

Mein Profi-Tipp für KMU

Starte mit 10 bis 20 hochrelevanten Keywords statt 200 mittelmässigen. Ich sehe es immer wieder: KMU werfen 500 Keywords in eine Kampagne, weil sie meinen, mehr ist besser. Das Gegenteil ist der Fall. Eine fokussierte Liste lässt sich:

  • besser optimieren
  • klarer auswerten
  • mit präzisen Anzeigentexten matchen
  • mit höherem Qualitätsfaktor fahren

Wenn die ersten 10 Keywords profitabel laufen, kannst du immer noch erweitern. Aber niemals mit einer überfrachteten Liste starten.

Fazit

Die Keyword-Recherche entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deiner Google Ads Kampagne. Investiere am Anfang lieber zwei Stunden mehr in eine saubere Liste – das spart dir später Wochen an verbranntem Budget. Wenn du Hilfe brauchst, biete ich dir gerne eine kostenlose Erstberatung an, bei der wir gemeinsam deine wichtigsten Keywords identifizieren.

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