Google Ads Keywords finden – So recherchierst du die richtigen Suchbegriffe
Die besten Anzeigentexte und das höchste Budget bringen dir nichts, wenn du auf die falschen Keywords bietest. Die Keyword-Recherche ist das Fundament jeder erfolgreichen Google Ads Kampagne – und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. In diesem Leitfaden zeige ich dir als Google Ads Spezialist, wie du Keywords findest, die wirklich Kunden bringen.
Warum die Keyword-Recherche entscheidend ist
Bei Google Ads zahlst du für jeden Klick. Wenn die Person hinter dem Klick aber gar nicht zu deinem Angebot passt, hast du Geld verbrannt – ohne ein einziges Resultat. Die Keyword-Recherche entscheidet darüber:
- Ob du qualifizierte Interessenten erreichst oder zufällige Surfer
- Wie viel du pro Klick zahlst
- Wie hoch dein Qualitätsfaktor ausfällt
- Wie viele Conversions am Ende übrig bleiben
Faustregel: 80 % deines Erfolgs entscheiden sich, bevor die Kampagne überhaupt live geht.
Die 3 Arten von Keywords
Bevor du recherchierst, musst du verstehen, dass nicht jedes Keyword gleich wertvoll ist. Ich teile sie in drei Kategorien ein:
1. Transaktionale Keywords (höchstes Potenzial)
Diese Suchbegriffe zeigen klare Kaufabsicht. Beispiele:
- google ads agentur bern
- sanitär notdienst zürich
- steuerberater kmu bern
Hier solltest du bieten – aber meist ist hier auch die Konkurrenz am stärksten.
2. Kommerzielle Keywords (mittleres Potenzial)
Die Person vergleicht und informiert sich, ist aber noch nicht kaufbereit:
- beste google ads agentur
- google ads vs facebook ads
- google ads kosten
Hier kannst du mit gutem Content (Blog, Guides) abholen und mit Remarketing zurückholen.
3. Informationelle Keywords (niedrigstes Potenzial)
Reine Recherche, keine Kaufabsicht:
- was ist google ads
- wie funktioniert sea
Diese Keywords sind selten profitabel für bezahlte Anzeigen – aber sehr gut für organische SEO.
Die 5 Schritte zur perfekten Keyword-Liste
Schritt 1: Brainstorming aus der Kundensicht
Vergiss kurz die Tools. Frag dich: Wie würden meine Kunden nach mir suchen? Schreibe 20 bis 30 Begriffe auf, die dein Angebot beschreiben. Lass dabei den Fachjargon weg – Kunden suchen nicht nach Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, sondern nach Weisheitszahn ziehen Bern.
Tipp: Frag deine bestehenden Kunden, wie sie dich gefunden haben oder wie sie dein Angebot beschreiben würden. Das gibt dir die ehrlichsten Keywords.
Schritt 2: Mit dem Google Keyword-Planer anreichern
Der Keyword-Planer ist kostenlos und direkt in Google Ads integriert. Du gibst deine Brainstorming-Begriffe ein und Google zeigt dir:
- Vorgeschlagene verwandte Keywords
- Suchvolumen pro Monat
- Wettbewerbsstärke
- Geschätzte Klickpreise
Wichtig: Stelle das Land auf Schweiz und die Sprache auf Deutsch, sonst bekommst du irrelevante Daten.
Schritt 3: Konkurrenzanalyse
Tippe deine wichtigsten Suchbegriffe einfach mal in Google ein. Welche Mitbewerber sehen die Anzeigen oben? Welche Anzeigentexte verwenden sie? Das zeigt dir:
- Welche Keywords sich wirtschaftlich lohnen (sonst würden Konkurrenten nicht bieten)
- Welche Argumente und Angebote die Konkurrenz nutzt
- Wo du dich differenzieren kannst
Tools wie SEMrush, Sistrix oder SE Ranking zeigen dir sogar, auf welche Keywords einzelne Konkurrenten bieten.
Schritt 4: Long-Tail-Keywords nicht vergessen
Long-Tail-Keywords sind länger, spezifischer und meist günstiger. Statt Steuerberater lieber Steuerberater für Selbstständige in Bern. Vorteile:
- Geringerer Wettbewerb → niedrigerer CPC
- Höhere Klickrate (genauere Übereinstimmung mit der Suchintention)
- Höhere Conversion-Rate (klarerer Bedarf)
Long-Tails findest du über die Auto-Vervollständigung von Google, das Feld Verwandte Suchanfragen am Seitenende oder über Tools wie AnswerThePublic.
Schritt 5: Negative Keywords vorbereiten
Genauso wichtig wie die Keywords, auf die du bietest, sind die, auf die du nicht bieten willst. Für jeden Begriff im Brainstorming solltest du fragen: Gibt es ähnliche Suchen, die NICHT zu meinen Kunden passen?
Beispiel: Ein Anwalt für Wirtschaftsrecht will nicht erscheinen, wenn jemand nach kostenloser Rechtsberatung sucht. Mehr dazu in meinem Beitrag zu Negative Keywords.
Die besten Tools für die Keyword-Recherche
Kostenlos
- Google Keyword-Planer – direkt in Google Ads, das Standardtool
- Google Trends – um saisonale Schwankungen zu erkennen
- Google Suggest – die Auto-Vervollständigung in der Suche
- AnswerThePublic – Fragen rund um ein Thema
Bezahlt (für Profis)
- SEMrush – Konkurrenzanalyse, Suchvolumen, CPC
- Ahrefs – sehr genaue Suchvolumen-Daten
- Sistrix – stark im DACH-Raum
Die 3 grössten Fehler bei der Keyword-Recherche
Fehler 1: Zu breit denken
Versicherung als Keyword bringt dir Tausende Klicks – aber wer nach Versicherung sucht, weiss meist noch nicht einmal, welche. Lieber spezifisch: Krankentaggeldversicherung KMU.
Fehler 2: Keine Match-Types verwenden
Google bietet drei Match-Types: Broad, Phrase und Exact. Wer nur Broad Match nutzt, zahlt für jede vage Suchanfrage. Phrase und Exact geben dir die Kontrolle.
Fehler 3: Keyword-Liste nie wieder anfassen
Eine Keyword-Liste ist kein Setup-and-forget. Du musst sie laufend prüfen: Welche Suchanfragen kommen tatsächlich rein (Suchanfragenbericht)? Welche performen, welche nicht? Welche neuen Begriffe sind dazugekommen?
Mein Profi-Tipp für KMU
Starte mit 10 bis 20 hochrelevanten Keywords statt 200 mittelmässigen. Ich sehe es immer wieder: KMU werfen 500 Keywords in eine Kampagne, weil sie meinen, mehr ist besser. Das Gegenteil ist der Fall. Eine fokussierte Liste lässt sich:
- besser optimieren
- klarer auswerten
- mit präzisen Anzeigentexten matchen
- mit höherem Qualitätsfaktor fahren
Wenn die ersten 10 Keywords profitabel laufen, kannst du immer noch erweitern. Aber niemals mit einer überfrachteten Liste starten.
Fazit
Die Keyword-Recherche entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deiner Google Ads Kampagne. Investiere am Anfang lieber zwei Stunden mehr in eine saubere Liste – das spart dir später Wochen an verbranntem Budget. Wenn du Hilfe brauchst, biete ich dir gerne eine kostenlose Erstberatung an, bei der wir gemeinsam deine wichtigsten Keywords identifizieren.