Google Ads Audit – Was er bringt, was geprüft wird, was es kostet
Ein Google Ads Audit ist die wichtigste Standortbestimmung für jedes Konto, das schon länger als drei Monate läuft. Egal ob du selbst optimierst, eine Agentur betreust oder unsicher bist, ob das Geld wirklich arbeitet: ein Audit deckt in 1–2 Stunden auf, wo dein Konto Budget verschwendet und welche Hebel du noch nicht ziehst. In diesem Artikel zeige ich dir, was ein professionelles Google Ads Audit prüft, was du als Ergebnis bekommst, was es kostet – und woran du erkennst, dass dein Konto eines braucht.
Was ist ein Google Ads Audit überhaupt?
Ein Audit ist eine systematische Prüfung deines Google Ads Kontos durch einen Spezialisten. Anders als das übliche «mal schnell drüberschauen» folgt ein professionelles Audit einer festen Checkliste mit 40–60 Prüfpunkten – von der Kontostruktur über die Keywords und Anzeigen bis hin zum Tracking und zur Landingpage. Ziel ist nicht, dir zu sagen «macht doch alles eure Agentur», sondern: Wo verbrennst du Budget, wo lässt du Conversions liegen, und welche drei Hebel bringen am meisten?
Ein gutes Audit ist immer schriftlich. Du bekommst einen Report, mit dem du auch ohne den Auditor weiterarbeiten kannst – und der dir als Verhandlungsgrundlage gegenüber Agenturen dient.
Wann lohnt sich ein Google Ads Audit?
Diese sieben Signale sprechen für ein Audit:
- Du gibst monatlich CHF 1'000+ aus, ohne klare Conversion-Zahlen zu sehen – das ist der häufigste Fall.
- Deine Agentur reportet «Klicks» und «Impressionen» statt Leads, Anrufe oder Umsatz – ein Warnsignal.
- Die Performance ist über Monate stabil schlecht oder schwankt unerklärlich – meist Zeichen für ein strukturelles Problem.
- Du wechselst von einer Agentur zur anderen – vor der Übergabe gehört ein neutraler Audit.
- Du hast das Konto selbst aufgesetzt und willst Sicherheit, dass die Basics stimmen.
- Du planst, das Budget zu verdoppeln – vorher prüfen, ob das Fundament trägt.
- Google ruft an und «empfiehlt» Änderungen, die du nicht verstehst – Audit klärt, was wirklich sinnvoll ist.
Wenn auch nur zwei dieser Punkte zutreffen: ein Audit ist die billigste Versicherung gegen jahrelange Budget-Verschwendung.
Was wird in einem Google Ads Audit geprüft?
Ein vollständiges Audit deckt sieben Bereiche ab. Hier die wichtigsten Prüfpunkte:
1. Kontostruktur
- Sind Kampagnen logisch nach Suchintent gegliedert (Brand vs. Generic, Lokal vs. National)?
- Werden Such- und Display-Kampagnen sauber getrennt?
- Sind Anzeigengruppen thematisch fokussiert oder ein Sammelsurium?
- Werden Performance Max und Standard-Kampagnen sinnvoll kombiniert?
Mehr dazu im Detail-Artikel Google Ads Kontostruktur richtig aufbauen.
2. Keywords & Suchanfragen
- Welche Suchanfragen kosten Geld, ohne zu konvertieren?
- Sind die Match-Types (Broad, Phrase, Exact) richtig eingesetzt?
- Existiert eine ausreichende Negative-Keyword-Liste?
- Werden Brand-Suchanfragen sauber von Generic-Suchen getrennt?
3. Anzeigen & Anzeigenerweiterungen
- Hat jede Anzeigengruppe mindestens 2–3 aktive Anzeigen (für A/B-Tests)?
- Werden alle Assets/Anzeigenerweiterungen genutzt (Sitelinks, Snippets, Anrufe, Standort)?
- Sind die Anzeigentexte auf die Landingpage abgestimmt?
- Wie hoch ist der Qualitätsfaktor – und warum nicht höher?
4. Gebotsstrategien & Smart Bidding
- Passt die Gebotsstrategie zum Ziel (Target CPA, Target ROAS, Maximize Conversions)?
- Sind die Ziel-Werte realistisch oder so unrealistisch, dass Google nicht ausliefert?
- Haben die Smart-Bidding-Kampagnen genug Conversion-Daten für stabile Ergebnisse?
5. Conversion Tracking
- Werden alle relevanten Conversions erfasst (Formular, Anruf, Buchung, Umsatz)?
- Sind Conversion-Werte gepflegt (für Target-ROAS)?
- Funktioniert das Tracking auch nach dem Cookie-Consent-Update?
- Sind Enhanced Conversions und Consent Mode v2 korrekt eingerichtet?
6. Zielgruppen & Targeting
- Werden Audience-Signale bei Performance Max genutzt?
- Ist die Standort-Ausrichtung präzise (Stadt vs. Kanton vs. ganze Schweiz)?
- Werden Geräte (Mobile, Desktop, Tablet) differenziert betrachtet?
7. Landingpages
- Passt die Landingpage zum Anzeigenversprechen?
- Wie schnell lädt die Seite (PageSpeed)?
- Ist ein klarer CTA vorhanden – oder muss der Nutzer raten?
- Mehr dazu: Landingpage für Google Ads optimieren.
Was bekommst du als Ergebnis?
Ein gutes Audit liefert drei Dinge – sonst ist es kein Audit, sondern ein Verkaufsgespräch:
- Schriftlicher Report mit allen Prüfpunkten, Ampel-Bewertung (grün/gelb/rot) und konkreten Findings pro Bereich.
- Priorisierte Handlungsempfehlung: Welche 3–5 Massnahmen bringen am meisten – sortiert nach Aufwand und erwartetem Impact.
- Persönliches Gespräch (30–60 Min), in dem du Rückfragen stellen kannst und gemeinsam besprochen wird, was sinnvoll ist, selbst zu machen, und was Spezialisten-Arbeit erfordert.
Wichtig: Ein professioneller Auditor verkauft dir nach dem Audit nichts auf. Wenn die einzige Empfehlung «Wir übernehmen das Konto» lautet, war es kein Audit.
Was kostet ein Google Ads Audit?
Die Preisspanne ist gross. Hier eine ehrliche Einordnung:
- Kostenlos: Meist von Agenturen als Lead-Magnet. Qualität schwankt stark – oft oberflächlich und mit dem Ziel, dich als Kunden zu gewinnen. Kann sinnvoll sein, wenn du den Auditor sowieso schon kennst und ihm vertraust.
- CHF 500–1'500: Solider Audit für KMU mit Standard-Setup. Reicht meist aus, wenn das Konto klein bis mittelgross ist.
- CHF 2'000–5'000: Tiefer Audit für komplexe Konten mit 10+ Kampagnen, mehreren Zielgruppen oder E-Commerce. Beinhaltet meist auch Tracking-Audit und Landingpage-Review.
- CHF 5'000+: Enterprise-Audit mit mehreren Konten, Cross-Channel-Analyse, eigenem Reporting-Setup.
Bei digi-ads.ch: Ich biete einen kostenlosen 30-Minuten-Audit als ersten Schritt an. Wir schauen gemeinsam ins Konto, identifizieren die drei grössten Hebel und du weisst, ob ein tiefer Audit sich lohnt. Kein Verkaufsgespräch, sondern konkrete erste Findings.
Audit selber machen oder extern vergeben?
Ein einfaches Self-Audit kannst du selbst durchführen. Hier eine Mini-Checkliste, mit der du in 30 Minuten erste rote Flaggen findest:
- Öffne den «Suchbegriffe»-Bericht der letzten 90 Tage. Sortiere nach Kosten absteigend. Welche der Top-20 haben 0 Conversions? → Negative Keywords.
- Schaue dir den Reiter «Conversions» an. Werden mehrere unterschiedliche Conversion-Aktionen gezählt? Sind alle relevant?
- Prüfe in jeder aktiven Anzeigengruppe: Gibt es mindestens 2 aktive Anzeigen mit unterschiedlichem Text?
- Öffne 2–3 Landingpages der Kampagnen. Erkennst du in 5 Sekunden, was angeboten wird und was du tun sollst?
- Prüfe die Standort-Einstellung: Steht «Personen in oder regelmässig in deinem Zielgebiet» oder «Personen, die Interesse an deinem Zielgebiet zeigen»? Letzteres frisst Budget aus aller Welt.
Für tiefere Analysen (Match-Type-Strategie, Smart-Bidding-Diagnose, Tracking-Validierung) lohnt sich externer Support – die Risiken bei falscher Diagnose sind hoch.
Häufige Findings aus meiner Audit-Praxis
Aus rund 100 Audits sehe ich diese Probleme immer wieder:
- Broad Match ohne Negativlisten: Konto verbrennt 30–50 % Budget für irrelevante Suchanfragen.
- Conversion-Tracking misst falsche Aktionen: Pageviews statt Leads, doppelte Zählung, Tracking auf Newsletter-Bestätigung statt Hauptformular.
- Eine Kampagne für alles: Suchanzeigen, Display, Performance Max in einer Kampagne – Reporting wertlos.
- Anzeigentexte ohne Call-to-Action: Generische Phrasen statt klarer Handlungsaufforderung.
- Landingpage = Homepage: Nutzer landet auf einer generischen Startseite und muss selbst suchen, wo's weitergeht.
- Smart Bidding ohne Datengrundlage: tCPA-Strategien mit 2 Conversions pro Monat – das kann der Algorithmus nicht lernen.
- Standort-Targeting auf «Interesse» statt «Anwesenheit»: Schweizer Konten zahlen für Klicks aus Deutschland, Österreich und Co.
Jeder dieser Fehler einzeln kann 20–40 % der Performance kosten. In Kombination ist das Konto effektiv ein Geldverbrenner.
Audit vs. laufende Betreuung – was ist der Unterschied?
Ein Audit ist ein Einmal-Snapshot mit Empfehlungen. Eine laufende Optimierung setzt diese Empfehlungen um und passt das Konto kontinuierlich an Marktveränderungen an. Beides hat seine Berechtigung:
- Audit allein: wenn du selbst umsetzen willst oder eine bestehende Agentur «überprüfen» lassen möchtest.
- Audit + Umsetzung: wenn du keine Kapazitäten oder Erfahrung für die Umsetzung hast.
- Audit alle 6–12 Monate: auch bei laufender Betreuung sinnvoll als Qualitätssicherung – am besten von einer externen Person.
Fazit: Ein Audit ist die günstigste Investition in dein Google Ads Budget
Wenn du jeden Monat CHF 1'000 oder mehr in Google Ads investierst, ist ein Audit alle 6–12 Monate Pflicht. Selbst wenn er CHF 1'500 kostet: bei einem typischen KMU-Budget von CHF 3'000–10'000 pro Monat amortisiert sich der Audit in wenigen Wochen – durch eingesparte Klicks, höhere Conversion-Raten und bessere Kampagnenstruktur.
Wichtig ist nur: Hol dir jemanden, der nicht dein eigenes Konto betreut. Ein Audit der eigenen Arbeit ist kein Audit, sondern Selbstbestätigung. Ein neutraler Blick deckt auf, was Routine-blinde Augen längst übersehen.
Kostenloser 30-Min-Audit deines Google Ads Kontos
Wir schauen gemeinsam ins Konto und identifizieren die drei grössten Hebel. Konkret, ehrlich, ohne Verkaufsgespräch.
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