Google Ads Anzeigenerweiterungen (Assets) – Alle Typen im Überblick

Lucian Gruber
Lucian Gruber
· 10 Min. Lesezeit

Stell dir vor, deine Google Ads Anzeige nimmt 50 % mehr Platz in den Suchergebnissen ein – ohne dass du mehr bezahlst. Genau das machen Anzeigenerweiterungen (von Google seit 2022 «Assets» genannt). Trotzdem nutzen viele KMU sie nicht oder nur teilweise. In diesem Artikel zeige ich dir alle relevanten Asset-Typen und wie du sie optimal einsetzt.

Was sind Anzeigenerweiterungen (Assets)?

Anzeigenerweiterungen sind zusätzliche Informationen, die Google unter oder neben deiner Anzeige einblendet. Sie erweitern deine Anzeige um Links, Telefonnummern, Standorte, Preise oder Bilder. Google entscheidet automatisch, welche Assets wann angezeigt werden – aber nur, wenn du sie vorher hinterlegt hast.

Der grosse Vorteil: Anzeigenerweiterungen kosten nichts extra. Du zahlst nur, wenn jemand auf die Anzeige oder eine Erweiterung klickt – zum selben CPC wie ohne Erweiterung. Dafür bekommst du mehr Sichtbarkeit, höhere Klickraten und einen besseren Qualitätsfaktor.

Warum Anzeigenerweiterungen Pflicht sind

Google hat bestätigt: Anzeigenerweiterungen fliessen direkt in den Anzeigenrang ein. Das heisst, zwei identische Anzeigen mit identischem Gebot – die Anzeige mit mehr Assets wird höher platziert. Wer keine Erweiterungen nutzt, verschenkt:

  • Sichtbarkeit – deine Anzeige ist kleiner als die der Konkurrenz
  • Klickrate (CTR) – weniger Informationen = weniger Klicks
  • Anzeigenrang – Google bevorzugt Anzeigen mit vollständigen Assets
  • Conversion-Chancen – ohne Anruferweiterung ruft niemand direkt an

Alle Asset-Typen im Detail

Sitelink-Assets

Was: Zusätzliche Links unter deiner Anzeige, die zu verschiedenen Unterseiten führen.

Beispiel: «Unsere Preise» · «Referenzen» · «Kostenlose Beratung» · «Über uns»

Empfehlung: Mindestens 4 Sitelinks erstellen. Nutze sie, um die wichtigsten Seiten direkt zugänglich zu machen. Jeder Sitelink sollte eine eigene, relevante Landingpage haben.

Callout-Assets (Zusatzinformationen)

Was: Kurze Textfragmente (max. 25 Zeichen), die Vorteile oder USPs hervorheben.

Beispiel: «Kostenlose Erstberatung» · «Keine Vertragsbindung» · «Google Partner» · «Seit 2019»

Empfehlung: Mindestens 4 Callouts. Nutze sie für Alleinstellungsmerkmale, die nicht in den Anzeigentext passen.

Snippet-Assets (Strukturierte Snippets)

Was: Vordefinierte Kategorien mit konkreten Werten (z. B. Dienstleistungen, Typen, Marken).

Beispiel: Dienstleistungen: Google Ads, Performance Max, Google Shopping, Remarketing

Empfehlung: Mindestens 2 Kategorien mit je 4+ Werten. Besonders stark für Dienstleistungs-Unternehmen.

Anruf-Assets

Was: Deine Telefonnummer wird direkt in der Anzeige angezeigt. Auf Mobilgeräten erscheint ein «Anrufen»-Button.

Empfehlung: Pflicht für jedes lokale Unternehmen. Stelle sicher, dass Anrufe als Conversion getrackt werden – mehr dazu im Artikel Conversion Tracking einrichten.

Standort-Assets

Was: Zeigt deine Geschäftsadresse und einen Link zu Google Maps. Erfordert ein verknüpftes Google Business Profile.

Empfehlung: Essenziell für lokale Dienstleister. Kombiniert mit lokaler SEO stärkt das deine gesamte lokale Präsenz.

Bild-Assets

Was: Bilder, die neben deiner Textanzeige auf Mobilgeräten (und teilweise Desktop) erscheinen.

Empfehlung: Lade mindestens 3 relevante Bilder hoch (quadratisch 1:1 und Querformat 1.91:1). Verwende keine Logos oder Text-Overlays – Google lehnt diese oft ab. Zeige stattdessen dein Produkt, dein Team oder Ergebnisse deiner Arbeit.

Preis-Assets

Was: Zeigt eine Preisliste mit bis zu 8 Einträgen (Name, Beschreibung, Preis, Link).

Empfehlung: Ideal, wenn du transparente Preise hast. Zeigt Suchenden sofort, ob sie sich dein Angebot leisten können – das spart dir Klickkosten bei unpassenden Budgets. Lies auch: Google Ads Kosten Schweiz.

Promotion-Assets (Angebotserweiterungen)

Was: Hervorgehobene Sonderangebote mit optionalem Preisnachlass und Zeitraum.

Empfehlung: Nutze sie für saisonale Aktionen, Einführungsangebote oder zeitlich begrenzte Rabatte. Der Promotion-Tag (z. B. «Frühlingsaktion») zieht Aufmerksamkeit.

Lead-Formular-Assets

Was: Ein Formular direkt in der Suchergebnisseite – der Nutzer muss deine Website nicht besuchen.

Empfehlung: Gut für einfache Lead-Generierung (Name + E-Mail + Telefon). Aber Vorsicht: die Lead-Qualität ist oft niedriger als bei Website-Formularen, weil die Hürde sehr tief ist.

Welche Assets du sofort einrichten solltest

Nicht alle Assets sind gleich wichtig. Hier meine Prioritätenliste für Schweizer KMU:

  1. Sitelinks – grösster visueller Impact, mehr Klickfläche
  2. Callouts – USPs ohne Zeichenlimit-Stress
  3. Snippets – Dienstleistungen auf einen Blick
  4. Anruf – wenn Telefonanfragen relevant sind
  5. Standort – wenn du lokal arbeitest
  6. Bilder – steigern CTR messbar um 5–15 %
  7. Preise – wenn deine Preise ein Vorteil sind

Häufige Fehler bei Anzeigenerweiterungen

❌ Fehler 1: Zu wenige Assets hinterlegen

Google braucht Auswahl, um die beste Kombination zu finden. Mit nur 2 Sitelinks und 1 Callout verschenkst du Potenzial. Erstelle mindestens 4 pro Typ.

❌ Fehler 2: Generische Texte

«Mehr erfahren» als Sitelink-Text ist verschwendeter Platz. Sei konkret: «Unsere Google Ads Pakete ab CHF 890/Mt.» sagt mehr als «Preise ansehen».

❌ Fehler 3: Assets nie aktualisieren

Veraltete Promotion-Assets oder Sitelinks, die auf 404-Seiten führen, schaden deinem Qualitätsfaktor. Prüfe deine Assets vierteljährlich.

❌ Fehler 4: Performance nicht auswerten

In Google Ads kannst du die Performance jedes einzelnen Assets einsehen. Entferne Assets mit der Bewertung «Niedrig» und teste neue Varianten. Mehr zum Thema: Google Ads Reporting – Die wichtigsten KPIs.

Assets auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene?

Du kannst Assets auf drei Ebenen erstellen:

  • Kontoebene: Gelten für alle Kampagnen (z. B. allgemeine Callouts wie «Google Partner»)
  • Kampagnenebene: Gelten für eine Kampagne (z. B. kampagnenspezifische Sitelinks)
  • Anzeigengruppenebene: Gelten nur für eine Anzeigengruppe (z. B. sehr spezifische Preise)

Meine Empfehlung: Setze grundlegende Assets auf Kontoebene und erstelle spezifischere Varianten auf Kampagnenebene. So stellst du sicher, dass jede Anzeige mindestens die Basis-Assets hat.

Fazit: Mehr Sichtbarkeit ohne Mehrkosten

Anzeigenerweiterungen sind einer der einfachsten Optimierungshebel in Google Ads – und trotzdem einer der am meisten vernachlässigten. Sie kosten nichts extra, verbessern deinen Anzeigenrang und steigern die Klickrate. Es gibt keinen Grund, sie nicht zu nutzen.

Du möchtest wissen, welche Assets in deinem Konto fehlen und wo du sofort Verbesserungspotenzial hast? Ich schaue mir dein Konto gerne an – in einer kostenlosen Erstberatung zeige ich dir die Quick Wins.

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